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	<title>Buchbranche &#8211; Sandra Thoms</title>
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		<title>Mythen der Buchbranche!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sandra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Jul 2023 14:35:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Verlegerin weiß ich, dass die Buchbranche einer Blackbox gleicht – vorne Text rein, hinten Buch raus. Und dazwischen wird...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Als Verlegerin weiß ich, dass die Buchbranche einer Blackbox gleicht – vorne Text rein, hinten Buch raus. Und dazwischen wird gelesen:) Nun ja, ganz so ist es nicht, gerne möchte ich mal ein paar Mythen richtigstellen.<br>1&#x20e3; Mythos: Menschen, die im Verlag arbeiten, lesen den ganzen Tag Bücher.<br>Die Realität: Bücher lesen ist nicht der Job, sondern die Voraussetzung für den Job. Nur wer wirklich viel und gerne liest, kann im Verlag mitreden. Die Verlagsarbeit selbst ist eine Mischung zwischen Qualitätssicherung (wie wird aus einem Text ein richtig gutes Buch) und Marketing (wie mache ich irgendjemanden auf dieses Buch aufmerksam).<br>2&#x20e3; Mythos: E-Books sind das Aus für gedruckte Bücher. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4d6.png" alt="📖" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>Die Realität: Gedruckte Bücher verkaufen sich weiterhin. Und selbst wenn sie es nicht mehr täten, wäre es mir als Verlegerin egal! Denn ich verkaufe kein Papier, sondern Inhalte. Bücher vermitteln Wissen und erzählen Geschichten, egal in welcher Form. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f4da.png" alt="📚" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>3&#x20e3; Mythos: Bücher stehen auf der Spiegelbestsellerliste, weil sie gut sind. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f50d.png" alt="🔍" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /><br>Die Realität: Die Spiegelbestsellerliste zeigt, welche Bücher sich am häufigsten verkaufen. Viele davon sind ausgezeichnet – wie zum Beispiel die Titel aus dem Komplett Media Verlag . Aber nur weil ein Buch gut ist, bedeutet es nicht, dass es sich oft verkauft. Viele Themen sind zu speziell für die Verkaufszahlen, viele Autor*innen zu unbekannt. Daher kommen vorrangig die Bücher, auf die Spiegelbestsellerliste, deren Marketing stimmt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was gibt es noch für Mythen über die Buchbranche und die Verlagsarbeit, die ihr kennt?</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Verlage in der Krise: Nur jeder fünfte Verlag kann von seiner Arbeit leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sandra]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jun 2023 09:28:16 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Frankfurt, 27. Juni 2023 &#8211; Eine aktuelle Umfrage unter Verlagen im Netzwerk „Schöne Bücher“ und im Rahmen der Interessengemeinschaft unabhängiger Verlage zeigt, dass nur 21,7 % der befragten Verlage von der Verlagsarbeit leben können. 34,8 % der Verlage müssen neben der Verlagsarbeit einen Vollzeitjob ausüben, 23,8 % haben einen Nebenjob und 19,6 % andere Einnahmequellen. Das alles, um Kultur, Literatur und Wissensvermittlung an die Öffentlichkeit zu bringen und sichtbar zu machen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="417" src="https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-1024x417.jpeg" alt="" class="wp-image-1337" srcset="https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-1024x417.jpeg 1024w, https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-300x122.jpeg 300w, https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-768x313.jpeg 768w, https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-1536x626.jpeg 1536w, https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-184x75.jpeg 184w, https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-1200x489.jpeg 1200w, https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage.jpeg 1937w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Umfrageergebnisse Juni 2023 auf die Frage: Kannst du vom Verlag leben? <br><em>Copyright: Sandra Thoms, Bedey &amp; Thoms Media GmbH</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umfrage wurde im Juni diesen Jahres durchgeführt unter kleinen, unabhängigen Verlagen. Insgesamt nahmen 95 Verlage von rund 800 befragten Verlagen an der Umfrage teil. Durchgeführt wurde die Umfrage von der Verlegerin Sandra Thoms, Bedey &amp; Thoms Media GmbH.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a></a>„Kleine, unabhängige Verlage sorgen für die Vielfalt auf dem Buchmarkt. Ohne ihren direkten Kontakt zu unterschiedlichen Communities finden viele Stimmen und Themen keine Möglichkeit zur Publikation. Selfpublishing unterstützt hier zwar, aber nicht für alle ist Selfpublishing der Weg, da hier die finanziellen und zeitlichen Mittel gegeben sein müssen. Diese strecken kleine Verlage aus privaten Einkünften vor“, erklärt Sandra Thoms, selbst Verlegerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umfrageergebnisse machen deutlich, wie prekär die wirtschaftliche Lage kleiner Verlage ist. Was aufgrund des gestiegenen Kostendrucks dazu führt, dass immer mehr kleine Verlage aufgeben und keine neuen Buchprojekte mit eigenen Mitteln fördern. Wenn Deutschland sich als Land der Dichter und Denker eine Vielfalt in der Buchbranche bewahren will, sind politische und wirtschaftliche Maßnahmen gefragt.</p>
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		<title>Wie viel verdient man an einem Buch?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sandra]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Nov 2022 15:05:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich erzählte mir eine Bekannte von 120% Marge in der Modebranche und fragte nach der Marge in der Buchbranche. Nun...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Neulich erzählte mir eine Bekannte von 120% Marge in der Modebranche und fragte nach der Marge in der Buchbranche. Nun habe ich keine Ahnung von Mode und kann daher nicht beurteilen, ob 120% richtig sind &#8211; aber in der&nbsp;Buchbranche&nbsp;sind 5% richtig gut. In Worten: Fünf.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In der Regel lautet die erste Reaktion meines Gegenübers auf die Aussage: Warum machst du das dann ? Gute Frage: Weil es kein Beruf ist, sondern eine&nbsp;Leidenschaft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber die eigentlich spannende Frage ist: Warum ist das so? Wie kann es sein, dass niemand an einem Buch verdient, weder der Buchhandel, noch die Schreibenden, noch der Verlag? Ich rede jetzt von 90% der Bücher, nicht den Top-Ten Ausnahmen. Die gibt es natürlich. Und natürlich gibt es Menschen, die vom Blitz getroffen werden oder im Lotto gewinnen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">In Deutschland wird der Preis eines Buches vom Verlag festgelegt. In der Regel liegen die Preise eines Taschenbuchs bei um die 10 €, die eines Hardcovers über 20 € &#8211; Tendenz steigend, wegen steigender Kosten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Von diesem Bruttopreis gehen 7% Mehrwertsteuer ab. 50% bekommt der Buchhandel. Dann Lager und Logistik rund 10%. Für die Schreibenden bleiben bei Taschenbüchern 6%, bei Hardcovern 8% (in der Regel als Staffelhonorare). Bleiben beim Verlag beim Taschenbuch z.B. 34%. Für Lektorat, Korrektorat, Cover, Herstellung, Druck, Marketing, Verwaltung. Nun nehmen wir mal an, das Buch kostet 10 € und verkauft sich 300 Mal. Was vorkommen kann und keine Seltenheit ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Tja, das ist eine&nbsp;Buchkalkulation. Funktioniert nicht wirklich für die Nische.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Und falls sich jetzt jemand denkt, das wäre nur bei mir so &#8211; im Netz gibt es unzählige Blogs, die ebenfalls Kalkulationen durchrechnen. Zum Beispiel der Blog vom Mairisch Verlag (Grüße an Daniel Beskos): <a href="https://www.mairisch.de/2013/11/06/was-macht-eigentlich-ein-verlag-teil-7-finanzen/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://www.mairisch.de/2013/11/06/was-macht-eigentlich-ein-verlag-teil-7-finanzen/</a></p>
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		<title>Vielfalt und die Buchbranche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sandra]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2022 07:09:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Fünf Tag lang hat die Buchbranche sich auf der Buchmesse gefeiert. Endlich, es wurde auch wieder Zeit! Und je nach...]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph">Fünf Tag lang hat die Buchbranche sich auf der Buchmesse gefeiert. Endlich, es wurde auch wieder Zeit! Und je nach Medium konnte man erfahren, dass es der Branche gut geht wie noch nie und sie trotz aller Probleme einen stabilen Umsatz liefert. Oder dass sie gerade dabei ist, zugrunde zu gehen, weil die gestiegenen Preise sie kaputtmachen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wie immer liegt die Wahrheit dazwischen. Die Umsatzzahlen der Buchbranche sind stabil, aber der Umsatz wird mit immer weniger Buchtiteln gemacht. Obwohl die Zahl der Publikationen aufgrund wachsender Self-Publishing-Zahlen nicht zurückgeht. Das bedeutet, dass immer weniger Unternehmen immer mehr Umsatz machen. Und Bücher, die gerade keine populären Themen anschneiden, immer weniger Aufmerksamkeit erhalten.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dadurch verliert der Buchmarkt an Vielfalt. Kein neues Problem, doch eines, dass sich zunehmend verschärft. Nur Themen und Bücher, die entsprechend finanzielle Marketingpower mitbringen, werden noch wahrgenommen. Leisere Stimmen verschwinden im Hintergrund.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Dass Vielfalt wichtig ist, hat sich herumgesprochen. Nicht nur gesellschaftlich, auch persönlich bedeutet Vielfalt Weiterentwicklung. Mein Lösungsvorschlag wäre eine staatliche Förderung von Buchprojekten, strukturell und bedingungslos, wie sie Länder wie zum Beispiel Norwegen bereits praktizieren.</p>
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