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	<title>Verlag &#8211; Sandra Thoms</title>
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		<title>Verlage in der Krise: Nur jeder fünfte Verlag kann von seiner Arbeit leben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sandra]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jun 2023 09:28:16 +0000</pubDate>
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<p class="wp-block-paragraph">Frankfurt, 27. Juni 2023 &#8211; Eine aktuelle Umfrage unter Verlagen im Netzwerk „Schöne Bücher“ und im Rahmen der Interessengemeinschaft unabhängiger Verlage zeigt, dass nur 21,7 % der befragten Verlage von der Verlagsarbeit leben können. 34,8 % der Verlage müssen neben der Verlagsarbeit einen Vollzeitjob ausüben, 23,8 % haben einen Nebenjob und 19,6 % andere Einnahmequellen. Das alles, um Kultur, Literatur und Wissensvermittlung an die Öffentlichkeit zu bringen und sichtbar zu machen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="417" src="https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-1024x417.jpeg" alt="" class="wp-image-1337" srcset="https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-1024x417.jpeg 1024w, https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-300x122.jpeg 300w, https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-768x313.jpeg 768w, https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-1536x626.jpeg 1536w, https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-184x75.jpeg 184w, https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage-1200x489.jpeg 1200w, https://www.sandra-thoms.de/wp-content/uploads/2023/06/Umfrage-Arbeitsbedingungen-Kleinverlage.jpeg 1937w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption class="wp-element-caption">Umfrageergebnisse Juni 2023 auf die Frage: Kannst du vom Verlag leben? <br><em>Copyright: Sandra Thoms, Bedey &amp; Thoms Media GmbH</em></figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umfrage wurde im Juni diesen Jahres durchgeführt unter kleinen, unabhängigen Verlagen. Insgesamt nahmen 95 Verlage von rund 800 befragten Verlagen an der Umfrage teil. Durchgeführt wurde die Umfrage von der Verlegerin Sandra Thoms, Bedey &amp; Thoms Media GmbH.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><a></a>„Kleine, unabhängige Verlage sorgen für die Vielfalt auf dem Buchmarkt. Ohne ihren direkten Kontakt zu unterschiedlichen Communities finden viele Stimmen und Themen keine Möglichkeit zur Publikation. Selfpublishing unterstützt hier zwar, aber nicht für alle ist Selfpublishing der Weg, da hier die finanziellen und zeitlichen Mittel gegeben sein müssen. Diese strecken kleine Verlage aus privaten Einkünften vor“, erklärt Sandra Thoms, selbst Verlegerin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Umfrageergebnisse machen deutlich, wie prekär die wirtschaftliche Lage kleiner Verlage ist. Was aufgrund des gestiegenen Kostendrucks dazu führt, dass immer mehr kleine Verlage aufgeben und keine neuen Buchprojekte mit eigenen Mitteln fördern. Wenn Deutschland sich als Land der Dichter und Denker eine Vielfalt in der Buchbranche bewahren will, sind politische und wirtschaftliche Maßnahmen gefragt.</p>
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		<title>Was ist eigentlich ein Druckkostenzuschussverlag und wann ist ein Verlagsangebot seriös?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sandra]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Apr 2023 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Buchveröffentlichung]]></category>
		<category><![CDATA[Druckkostenzuschuss]]></category>
		<category><![CDATA[Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Verlagsbranche]]></category>
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					<description><![CDATA[Es gilt inzwischen als Regel, dass man bei einem Druckkostenzuschussverlag keinen Vertrag unterzeichnen sollte. Aber viele wissen gar nicht, was ein Druckkostenzuschussverlag ist, was ich in diesem Beitrag versuche, zu erklären.]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph" id="verlagsarbeit">Es gilt inzwischen als Regel, dass man bei einem Druckkostenzuschussverlag keinen Vertrag unterzeichnen sollte. Aber viele wissen gar nicht, was ein Druckkostenzuschussverlag ist, was ich in diesem Beitrag versuche, zu erklären.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider hilft der Namen nicht weiter, denn danach wäre z.B. amazon, wo die Druckkosten von den Tantiemen abgezogen werden, ein DKZ. Amazon ist aber eine Dienstleistungsplattform. Hier kommen wir zu dem wichtigen, aber schwierigen Problem an der Sache: Was ist der Unterschied zwischen einem serösen Dienstleistungsverlag und einem unseriösen Angebot, umgangssprachlich eben oft DKZ genannt?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Um diese Frage zu beantworten, musst du dir zunächst eine weitere stellen: Wie viel und welche Unterstützung brauche ich bei der Veröffentlichung?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Faustregel lautet einfach: Je mehr Zeit, Geld und Fähigkeiten ich habe, Dinge selbst zu tun, desto weniger muss ich sie an einen Verlag abgeben. Wenn ich weiß, wie ich einen professionellen Buchsatz erstelle und die Zeit habe, das zu tun, muss es kein Verlag für mich machen und der Verlag muss diese Arbeit dann auch nicht in seinen Kosten einpreisen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Bleiben wir beim Beispiel amazon: Die Plattform bietet dir den Vertrieb an. D.h. Lektorat, Satz, Korrektorat, Marketing usw. musst du übernehmen, organisieren und bezahlen. Dafür bekommst du hohe Tantiemen. Im Vergleich dazu bietet dir ein klassischer Verlag an, alles für dich zu übernehmen, organisieren und bezahlen, also Lektorat, Korrektorat, Satz, Marketing und Vertrieb – dafür bekommst du nur geringe Tantiemen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wichtiger Hinweis: Natürlich müssen die Dinge, die der Verlag nicht übernimmt, vorab bezahlt werden. D.h. ob etwas vorab gezahlt werden muss, ist kein Kriterium. Ebenso wenig, ob Druckkosten bezahlt werden – denn je nachdem, welche Tantiemen du bekommst, ist auch das okay.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unseriös ist z.B. ein Angebot, bei dem wenig übernommen wird, du aber viel zahlen sollst. Also ein Verlag, der mehrere tausend Euro von dir möchte, aber im Gegenzug z.B. nur die Lagerung des Buches übernimmt. Hier sollte man auf jeden Fall prüfen, ob es auf dem freien Markt nicht bessere Angebote für diese Dienstleistung gibt.</p>
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		<title>Das schönste E-Book Deutschlands</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sandra]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Nov 2015 10:01:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blogbeiträge]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf der Buchmesse 2015 wurden wieder die ästhetisch und kreativ beeindruckendsten E-Books aus dem deutschsprachigen Raum prämiert (mehr zum eBook...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf der Buchmesse 2015 wurden wieder die ästhetisch und kreativ beeindruckendsten E-Books aus dem deutschsprachigen Raum prämiert (mehr zum <a href="http://www.deutscher-ebook-award.de/" target="_blank" rel="noopener">eBook Award</a>). Gewonnen hat der Krimi <a href="http://www.cividale.de/krimi/heinemann-nichts-ist-wie-es-ist/" target="_blank" rel="noopener">„Nichts ist, wie es ist“</a> aus dem <a href="http://www.cividale.de/" target="_blank" rel="noopener">Cividale Verlag</a> Berlin. Die Verlegerin Dr. Marlies Michaelis hat mir freundlicherweise ein paar Fragen zum Buch und dessen Produktion beantwortet, und auf einmal wird klar, wie viel Arbeit in einem richtig schönen E-Book steckt:</p>
<p><em><strong>Sandra Thoms: Worum geht es in dem Siegertitel „Nichts ist, wie es ist“?</strong><br />
<em>Dr. Marlies Michaelis:</em> </em>Bei „Nichts ist, wie es ist. Kriminalrondo“ von Elke Heinemann geht es um einzelne Kriminal-Motive, die sprachlich-künstlerisch umkreist werden. Schon die Formulierung, dass es um etwas geht, führt in die Irre. Themen werden nur angedeutet, Tatorte und Motive umkreist, ohne dass es eine nachvollziehbare Handlung gibt. Die Fließtexte werden immer wieder von Gedichten – den Sirenengedichten – unterbrochen, welche die Lesenden irritieren und entzücken. Der Text ist ein literarisches Kunstwerk, dem etwas Mysteriöses anhaftet. Dieses Rätselhafte wird durch die Fotogramme der Fotografin Manuela Höfer noch verstärkt.</p>
<p><em><strong>Sandra Thoms: Wie kam es zu der Idee des enhanced E-Books?</strong><br />
Dr. Marlies Michaelis:</em> Im letzten Jahr wollte ich von Verlagsseite aus neben den „normalen“ E-Books und gedruckten Büchern auch ein multimediales, ein enhanced E-Book publizieren. Ich wollte wissen, was in dieser Buchform möglich ist. Während diese Idee in mir herumwaberte, lernte ich die Autorin Elke Heinemann kennen, die mir verschiedene Krimistücke zu lesen gab. Von „Nichts ist, wie es ist. Kriminalrondo“ war ich sofort begeistert. Die Texte sind recht kurz und können in beliebiger Reihenfolge gelesen werden. Dazu haben sie ganz eigene Klang- und Bildebenen. Aus meiner Sicht war es daher geradezu zwingend, die Texte in einem multimedialen Buch umzusetzen. Hinzu kam, dass die Autorin mir erzählte, sie wünsche sich für eine Umsetzung, dass die lineare Abfolge, die in einem gedruckten Buch ja unvermeidlich gegeben ist, aufgebrochen werden könne. Das konnte ich mir bei einer multimedialen Umsetzung gut vorstellen. Dann haben wir die Künstlerin Manuela Höfer hinzugezogen, die sofort damit einverstanden war, ihre Fotogramme dem Text als Begleitung beizugeben. Die klanghaften Ebenen des Textes konnten in den Tonstudio-Aufnahmen, die Elke Heinemann begleitet hat, ausgearbeitet werden.</p>
<p><strong><em>Sandra Thoms: Wer war für die technische Umsetzung des E-Books zuständig?</em></strong><br />
<em> Dr. Marlies Michaelis:</em> Basis für die technische Umsetzung war das Feinkonzept des Producers Matthias Liesendahl. Er hat die Bearbeitung der Materialien sowie das Layout der einzelnen Abschnitte vorgenommen. Die technische Umsetzung hat dann Guido Stemme von bureau23 vorgenommen – er hat aber nicht nur programmiert, sondern auch beraten. Und ganz häufig haben wir darüber diskutiert, wo die Grenzen des Buches liegen, ob das multimediale Projekt noch ein Buch ist oder (schon) etwas anderes. Und natürlich haben wir über die verschiedenen Möglichkeiten diskutiert, einzelne Passagen umzusetzen.</p>
<p><strong><em>Sandra Thoms: Wie lange hat die Umsetzung gedauert und welche besonderen Hürden gab es dabei?</em></strong><br />
<em> Dr. Marlies Michaelis:</em> Die Umsetzung hat insgesamt ein halbes Jahr gedauert. Anfangs dachte ich noch, dass das Ganze als App umgesetzt werden müsste. Das war mir aber nicht so ganz recht, weil der Vertrieb dann auf die beiden großen Shops – den von iTunes und Google Play – beschränkt gewesen wäre. Im Rahmen der Umsetzung habe ich dann die verschiedenen technischen Umsetzungsmöglichkeiten geprüft und erfahren, dass auch das übliche ePub-Format in der neuesten Version ePub 3 multimediale Inhalte umfassend darstellen kann und über das fixed Layout auch eine Kontrolle über die Seitengestaltung ermöglicht. Dieser Entscheidungsschritt – weg von der App-Idee hin zum offeneren Format ePub 3 – war eine von zwei Hürden. Die zweite Hürde bestand in der Auflösung des Linearen. Das war technisch mit ePub 3 kein Problem. Statt eines linearen Inhaltsverzeichnisses gibt es nun einen sich drehenden Kreis aus Abbildungen. Schwierig war, die Gewohnheit zu überwinden, dass ein Text komplett linear aufgebaut sein muss. Ein klein wenig Linearität ist auch geblieben – man kann immer noch per Wischen auf dem Tablet vor- und zurückblättern oder wahlweise den drehenden Kreis zur Navigation nutzen. Richtig mutig wäre es gewesen, auch diesen Halt an das Gewohnte – das Wischen als Ersatz für das Blättern – zu kappen. Aber das erschien mir dann doch zu experimentell.</p>
<p>Vielen Dank für das Gespräch an Dr. Marlies Michaelis vom <a href="http://www.cividale.de/" target="_blank" rel="noopener">Cividale Verlag</a>!</p>
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